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Ukrainisches Straße fand strich zu oranienburger

Auch das Internet spielt als Ort der Anbahnung eine zunehmende Rolle. Der Kurfürsten-Kiez aber bleibt ein Hotspot für käufliche Liebe: abhängige Frauen, die Geld für Drogen beschaffen, stehen dort tagsüber, auch Prostituierte, die Kinder ernähren müssen.


Oranienburger Straße Strich

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Der Hackesche Markt im Herzen Mittes hatte zeitlebens eine besondere Bedeutung für mich. Als Kind fand ich jedoch nicht nur die malerischen Höfe, sondern den gesamten Kiez irgendwie magisch.

Janina
Jahre alt: Ich bin 30 Jahre alt

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Die Geschichte der Prostitution in Berlin ist eng verbunden mit den politischen Zuständen der jeweiligen Zeit. Die meisten von ihnen bieten ihre Dienste in Wohnvierteln an.

Bis zum ersten weltkrieg: berlin entwickelt sich zu einem moloch der prostitution

Sperrbezirke oder Sperrstunden? Sind in Berlin Fehlanzeige. Die Hauptstadt nimmt in Sachen Sexarbeit bundesweit eine merkwürdige Sonderstellung ein.

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Wie sich das Sexgewerbe in Berlin seit Anfang des Jahrhunderts in Berlin entwickelte, verdient also einen genaueren Blick. Seit Beginn des Jahrhunderts wurde Prostitution in Deutschland mit Einschränkungen geduldet. Staatlich überwachte Bordelle wurden zugelassen, diese waren jedoch streng kontrolliert, da man die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten wie Syphilis mit der Prostitution — und vor allem mit den Huren selbst — in Verbindung brachte.

Die Freier mit offensichtlichen Gesten in die Bordelle zu locken war den Huren jedoch verboten.

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Die Dienste waren streng reglementiert. Die Anzahl der männlichen Gäste wurde dokumentiert, die Dienste waren zeitlich begrenzt. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts versuchte die Regierung, die Prostitution dann ganz zu verbieten.

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Um die Jahrhundertwende wurde die Jungfernbrücke an der Berliner Fischerinsel zu einem Hotspot des Sexgewerbes. Hier sollen die Dirnen schon im Morgengrauen obszöne Melodien vor sich hingeträllert haben, um Freier zu verführen. In der kaiserlichen Weltstadt wurde das erotische Treiben immer unübersichtlicher.

In Berlin arbeiteten Anfang des Jahrhunderts rund Das Geschäft von Huren und Zuhältern, die es mittlerweile gab, nahm immer mehr an Fahrt auf. Im Dritten Reich dann hielt, wie auch in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen, eine lächerliche Doppelmoral Einzug.

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Im gleichen Atemzug jedoch betrieben die Nazis eigene Bordelle — sogar in Konzentrationslagern. Und nutzten diese, auch über das Naheliegende hinaus, für ihre Zwecke.

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Berühmt für die Berliner Prostitutions-Szene während des Dritten Reichs wurde beispielsweise das Charlottenburger Bordell Salon Kitty. Auch nach dem Krieg blieb der Salon Kitty noch für Jahrzehnte in Betrieb. In den er-Jahren wurde das Freudenhaus dann geschlossen.

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Trotzdem boten auch Frauen gehobenerer schichten Freiern ihren Körper an — primär aus Gründen der Existenzsicherung. Im zerstörten Berlin wurden Trümmerfrauen nach Sonnenuntergang nicht selten zu Teilzeit-Huren. In den Berliner Besatzungszonen, vor allem in Neukölln, Tempelhof, Schöneberg, Steglitz und Zehlendorf im amerikanischen Sektor, wurde es zur Gepflogenheit, sexuelle Handlungen im Gegenzug für Geschenke anzubieten.

Mädchen und Frauen hatten Sex mit der Militär-Polizei für eine Schachtel Zigaretten oder einen Pfund Kaffee. Mit dem wachsenden Wohlstand wuchs jedoch auch wieder die Begierde nach Geld.

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Und Sex im Gegenzug für Geschenke verlor für viele Damen den Reiz. Mit der Teilung Berlins wurde die Reglementierung der Prostitution wieder strenger.

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Ab wurde das Sexgewerbe als unvereinbar mit dem sozialistischen Frauenbild angesehen. Bis blieb Prostitution in der DDR folglich verboten. In der Realität war die teilweise Duldung von Prostitution jedoch ein offenes Geheimnis: In sogenannten Devisenhotels, nicht nur in Berlin, gingen Prostituierte ein und aus und wurden von der Stasi sogar als Informationsbeschafferinnen eingesetzt. Prostituierte in der DDR reizte nicht zuletzt die Aussicht auf Westgeld.

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Als Folge stieg seit den er-Jahren die Zahl der Prostituierten, die der Mittelklasse entstammten oder sogar einen Hochschulabschluss hatten, auf eine Rekordzahl. In den er-Jahren überschwemmten harte Drogen West-Berlin, und mit dem kriminellen Geschäft blühte auch die Prostitution auf.

Das relativ neue Phänomen der Prostitution im Zusammenhang mit der Drogenszene nahm in West-Berlin relativ unkontrolliert seinen Lauf. Mit der Wiedervereinigung der Stadt im Jahr wurde auch die Prostitution im ganzen Berliner Stadtgebiet wieder legal. Die osteuropäischen Prostituierten und ihre Zuhälter begannen damit, den Markt mit Dumpingpreisen aufzumischen.

Seit dem Ende der er-Jahre gehört die Prostitution zum Schöneberger Kurfürstenkiez dazu. Die Situation hat sich jedoch bis heute nicht geändert.

"selbst die prostituierten machen hier kein gutes geschäft mehr" – der hackesche markt ist tot

Zusätzlich zum öffentlichen Sexgewerbe gibt es berlinweit hunderte Bordelle, in denen Prostituierte ihre Dienste anbieten können. Seit der Jahrtausendwende wurde die Prostitution in Deutschland durch zwei verschiedene Gesetze stärker reglementiert — auch um Sexarbeiterinnen sozial und rechtlich besser abzusichern. Mit dem Prostituiertenschutzgesetz sollte der undurchsichtige Markt seit Mitte zusätzlich sicherer und übersichtlicher werden.

Kernelemente dieses Gesetzes sind zum Beispiel eine Erlaubnispflicht und eine Anmeldebescheinigung, die Prostituierte im Falle einer Kontrolle vorweisen müssen.

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Wieviel Prozent des Gewerbes jedoch immer noch unter dem Radar stattfinden, ist weitgehend unbekannt. Daher bleibt fraglich, wie viel Schwarzgeld im Sexgewerbe noch im Umlauf ist und wie viel Steuergeld dem Staat durch die unzureichende Kontrolle entgeht. Teilweise werden die Geschäfte direkt auf Kinderspielplätzen abgewickelt. Das verrückte und freie Berlin bleibt sich in Bezug auf das Sexgewerbe also selber treu. Wie lange ihr etwas schmuddeliger Ruf jedoch noch zur Weltstadt Berlin passt, bleibt abzuwarten.

Corona und Prostitution: Für Menschen, die ihr Geld in Berlin mit Prostitution verdienen, geht es teilweise bereits jetzt ums Überleben. Wenn die Sexualität im einsamen Lockdown zu kurz kommt oder die Pandemie-News sogar unter Liebenden zu einer Flaute im Bett führen: Das empfiehlt Lina Gralka, die Sexpertin von Amorelie, für die Krise. Und es gibt sie immer noch: die illegalen Sexparties in Berlin.

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Ein Blick auf die nicht immer ganz geheime Partykultur während der Corona-Krise. Zwischen Verbot und Duldung: Prostitution in Berlin bewegt sich seit jeher zwischen Sittenlosigkeit und Moralismus. Abonniere jetzt unseren wöchentlichen. Berlin am besten erleben. Dein wöchentlicher Newsletter für Kultur, Genuss und Stadtleben.

Hot Floozy Nola.